8) BH’s und Bikinis als Krebsauslöser?

8) BH’s UND BIKINIS ALS KREBSAUSLÖSER?

BH’s und Bikinis sollen – in Zusammenhang mit mangelndem Sonnenlicht – ein wesentlicher Risikofaktor für Brustkrebs sein

Seit Längerem informiert dieser Blog über die bestehenden Zusammenhängen von geringer Sonnenlichtbestrahlung des Körpers und der Häufigkeit von Brustkrebserkrankungen. Umstritten war allerdings weiterhin, ob das Tragen von BH’s darüber hinaus noch zu gesundheitlichen Einschränkungen führt, wie es schon Studien der 90er Jahre bekannt machten. Wie einige neue Studienergebnisse nun nahelegen, soll es hier zwei potentiell krebsauslösende Faktoren geben, die sich gegenseitig verstärken:

  • ein hormonelles Ungleichgewicht durch fehlendes Sonnenlicht und UV-Strahlung
  • eine Funktionseinschränkung des Lymphsystems durch BHs

Seit vielen Jahren wurde bereits angenommen, dass das regelmäßige Tragen von BH’s Brustkrebs verursachen kann; bereits 1991 ergab z.B. eine erste Studie von Medizinern der Harvard University, dass Frauen die keinen BH tragen ihr Brustkrebsrisiko um die Hälfte reduzieren (Quelle: siehe am Ende des Artikels). Vorschnell wurden diese Studien in den weiteren Jahren als „überholt“ dargestellt, doch neue Studien bestätigen diese Ergebnisse mittlerweile und weisen ausdrücklich darauf hin,  dass sich das Krebsrisiko durch BHs offensichtlich erhöht. Neben der Abschottung von Sonnenlicht wird durch das regelmäßige Tragen eines Büstenhalters oder Bikinioberteils die Lymphdrainage in erheblichem Maße eingeschränkt. Die Lymphe sind als Entgiftungssystem aber einer der Hauptfaktoren zur Gesunderhaltung des Brustdrüsengewebes, die Folge ist daher, dass sich  das Risiko an Zysten sowie Brustkrebs zu erkranken, erhöhen soll.

Das Kreislauf- und das Lymphsystem sind dafür verantwortlich, dass sowohl Sauerstoff, als auch Nährstoffe zu den Zellen gelangen und Stoffwechselabbauprodukte und Giftstoffe aus den Zellen entfernt werden. Geschieht dies nicht in ausreichendem Maße, kann sich im Laufe der Zeit deutlich schneller Krebs entwickeln; der Druck, den BH’s – sowie teilweise auch enge Slips – auf das Lymphsystem ausüben, kann so potentiell die Krebsgefahr erhöhen. Zur weiteren Erläuterung empfehle ich auch den Kurzartikel von Prof. Sydney R. Singer „Bra-Cancer“, dem auch diese schematische Darstellung entnommen ist:

Lymph_System_SingerDr. Elizabeth R. Vaughan (M.D.), Virginia, erforschte als eine der ersten Medizinerinnen seit 1991 systematisch die Zusammenhänge von Veränderungen des Brustdrüsengewebes und dem Tragen von BHs. Obwohl sie anhand von zahlreichen Patientenstudien eine eindeutige Korrelation zwischen der Häufigkeit von fibrozystische Mastopathie (Knoten und Zysten in der Brust) und dem Tragen von Büstenhaltern nachweisen konnte, fanden ihre Studien bei der American Cancer Society zunächst wenig Beachtung. Doch immer mehr Mediziner entdeckten ebenfalls die gleichen Zusammenhänge und führten in Folge teils deutlich umfassendere Studien durch (Quellen: s.u.). Insgesamt ergeben diese verschiedenen Untersuchungen klar erkennbar, dass Frauen, die selten oder gar keine BHs tragen, ein bis zur Hälfte verringertes Risiko haben an Brustkrebs zu erkranken, bei Frauen die sich zudem häufiger der Sonne aussetzen, sinkt das Brustkrebsrisiko nochmals.

Melatonin- und Progesteron-Produktion wird vermindert

Weitere Forschungen, die u.a. in der Fachzeitschrift Chronobiology International veröffentlicht wurden, haben diese bisherigen Untersuchungen erneut bestätigt, nämlich darin, dass das regelmäßige Tragen eines BHs die Produktion von Melatonin sowie Progesteron verringert. Melatonin ist ein starkes, natürliches Antioxidans und reguliert zudem u.a. den Schlafrhythmus, stärkt das Immunsystem und verhindert das vorzeitige Altern. Das Gleiche betrifft die Progesteronausschüttung. Ist der Körper dauerhaft (auch durch BH’s oder Bikinis) von freien Licht- und Lufteinflüssen abgeschirmt, so sinkt ebenso der Progesteronspiegel und eine Östrogendominanz kann die Folge sein, wobei auch diese bekanntlich wieder ein auslösender Faktor für Brustkrebs ist.

Die Singer-Studie: BH’s lösen Brustkrebs aus

Dressed_to_kill_bookDurch neuere Veröffentlichungen des amerikanischen „National Cancer Institute“ und des US-Gesundheitsministeriums (United States Department of Health and Human Services) treten aktuell wieder die seit über zwei Jahrzehnten andauernden Studien der amerikanischen Wissenschaftler Prof. Sydney R. Singer (Biologe und  Mediziner) und seiner Ehefrau, der Medizinerin Dr. Soma Grismaijer in den Fokus. Sie weisen seit langem  auf das erheblich höhere Brustkrebsriskio durch BHs hin. Beide Wissenschaftler befragten und untersuchten mit ihrem Team 4.500 Frauen in Zusammenhang mit ihren BH-Tragegewohnheiten. Dabei fanden sie heraus, dass mehr als 3 von 4 Frauen, die ihren BH 24 Stunden täglich trugen, an Brustkrebs erkrankten! Frauen, die ihren BH mehr als 12 Stunden pro Tag trugen, hatten ein Risiko von 1:7, Brustkrebs zu entwickeln. Trugen Frauen nur selten oder nie einen BH, bekam nur eine von 168 Frauen Brustkrebs, ein unglaublich klares Ergebnis. Um mit Nachdruck auf einen der wohl größten, nichterblichen Faktoren für Brustkrebs hinzuweisen, wählten die Wissenschaftler daher für ihr auf Basis dieser Studien veröffentlichtes Buch auch den aufrüttelnden Titel: Dressed to Kill (Angezogen um zu Töten).

Warum gibt es auch anderslautende Berichte?

Trotz dieser Studienergebnisse  gibt es noch immer Mediziner, die diese Zusammenhänge verneinen, ähnlich wie dieses auch lange die American Cancer Society in Bezug auf die Studien von Dr. Elizabeth R. Vaughan tat. Nicht nur aus meiner Sicht stehen hier hauptsächlich wirtschaftliche Interessen im Vordergrund.  Bei der Krebsindustrie handelt es sich um eine profitgetriebene Industrie, die wie jeder andere Geschäftszweig ihre Gewinne maximieren will. Alleine um das lukrative Label „Brustkrebszentrum“ zu erhalten (welches die Länder vergeben und mit Zuschüssen verbunden ist), gibt es zwischen den Kliniken bekannterweise einen massiven Konkurrenzkampf; Ethik scheint dabei offensichtlich oft zweitrangig, anders kann ich mir teils nicht erklären, wie natürliche Prävention und Heilungsmöglichkeiten geradezu lächerlich gemacht werden. So publiziert selbst das Deutsche Krebsforschungszentrum noch auf Ihrer Webseite unter der Überschrift: „Zurück zur Natur?“ die nach meiner Meinung unhaltbare Aussage: „Ein Beweis oder wenigstens eine wissenschaftliche Quelle für diese Behauptungen [das BH’s gesundheitsschädlich sind] ließen sich nicht finden…“

Doch der Grund warum z.B. obige Ergebnisse von Prof. Sydney R. Singer nach über 15 Jahren der Erstveröffentlichung auch aktuell neue Beachtung finden, scheint mir schlicht darin zu liegen, dass die gleichen Studienergebnisse mittlerweile von immer mehr Forschern weltweit bestätigt werden (z.B. 2008 in China; 2011 in Venezuela, 2013 in der Schweiz, 2014 in Schottland; um den Lesefluss nicht zu stören, füge ich einige ausgewählte Studienverweise am Ende des Artikels an). Warum diese Studien dennoch oft noch von größeren Organisationen in Frage gestellt werden, kommentiert Sydney R. Singer aktuell wie folgt:
And here is another problem. Can we expect honest, reliable research when there is so much money and reputation at stake? The lingerie and cancer treatment industries are very powerful, making billions of dollars annually. And since cancer “experts” at the American Cancer Society, Susan G. Komen, and National Cancer Institute have been denying for years that there is any bra-cancer link, how can a study come out proving them wrong? What would be the reaction of the public to news that 20 years of cancer industry denial of a link between bras and breast cancer has been wrong, resulting in hundreds of thousands of lives needlessly lost? (Quelle: „Naturalhealth365“ v. 16.09.2014: NCI cancer study – Do bras cause cancer)

Ohne BH und mit ausreichender Sonnenbestrahlung bleibt bei Naturvölkern Brustkrebs unbekannt

Dabei sollte uns klar sein: Die oben erwähnten Zweifler einer natürlichen Krebsprävention argumentieren lediglich, dass kein „zweifelsfreier“ Zusammenhang zwischen dem Ausbrechen von Brustkrebs und dem eingeschränkten Lymphfluss beim Tragen von BH’s nachzuweisen sei. Tatsache bleibt aber, dass obige Forscher über Jahrzehnte nachgewiesen haben, dass ohne das Tragen von BH’s und mit ausreichender Sonnenbestrahlung beim Menschen kein Brustkrebs entsteht. (Sind diese Ergebnisse nicht mehr als ausreichend, um sich zu den Zusammenhängen eine eigene Meinung zu bilden?!)
Das Wissenschaftlerteam um Prof. Sydney R. Singer und Dr. Soma Grismaijer untersuchte über viele Jahre eingeborene Völker in Neuseeland, Australien und Afrika. Die Maoris in Neuseeland z.B. übernahmen in Bezug auf Bekleidung und Unterwäsche leider vollständig den westlichen Lebensstil – und zeigen nun genau dasselbe Risiko, Brustkrebs zu entwickeln. Die australischen Aborigines sowie die namibischen Himba haben sich hingegen nicht dieser Lebensweise angepasst, ihre Frauen leben gänzlich ohne BH’s und verbringen ihre Freizeit nach wie vor meist mit nackten Brüsten; bei diesen Volksgruppen konnte auch nach über zwei Jahrzehnten obiger Feldstudien keinerlei Brustkrebs festgestellt werden.

Außerdem konnte belegt werden, dass auch Frauen anderer Kulturkreise, wie z.B. aus Japan oder den Fiji-Inseln, welche seit 1-2 Generationen anfingen BHs zu tragen und ihren Brüsten kein Sonnenlicht mehr aussetzten, plötzlich ein deutlich höheres Risiko für Brustkrebs entwickelten.

Es gibt hingegen keinen 100%ig nachgewiesenen Aspekt, dass das Tragen von BHs bei kleinen bis mittleren Körbchengrößen auch gesundheitliche Vorteile mit sich bringt. Viele Rückenprobleme liegen nicht etwa am fehlenden BH, sondern an einer mangelhaft oder falsch trainierten inneren Muskulatur (die die Wirbelsäule umschließt), welche sich durch das Tragen von BHs sogar noch weiter zurückbilden kann, ähnlich, wie beim Tragen eines Korsetts (vgl. Dr. W. Packi: Kybernetik u. Kinematik des menschl. Körpers).

Wie soll ich das im Alltag umsetzen?

Wahrscheinlich wird es im Berufsleben oder bei gewissen Sportarten nicht immer möglich sein, auf einen BH zu verzichten; und natürlich soll dieser Blogbeitrag auch keine Panik schüren, sondern lediglich sensibilisieren. Denn es wäre schon ein großer Schritt in die richtige Richtung, wenigstens die restlichen (Frei-)Zeiten des Tages BH-frei zu verbringen. Versuche doch zumindest täglich ca. 10-12 Stunden (incl. Schlafenszeit) ohne BH zu leben, so wäre nach obigen Studien z.B. das potentielles Brustkrebsrisiko bereits deutlich zu senken. Der Sportmediziner Prof. Dr. Jean-Denis Rouillon (Universitätsklinikum Besançon) rät hierzu: „So bald sie zu Hause sind: Weg mit dem BH!“ (Siehe auch Interview mit Prof. Rouillon in: „Die Welt) Über viele Jahre hat er in einer Langzeitstudie diesbezüglich Frauen untersucht, Brüste vermessen und kommt dabei zum klaren Ergebnis: BHs sind größtenteils nutzlos und schädlich.

Ein wichtiger Hinweis an alle Eltern:

Bitte weist Eure Töchter auf die möglichen Risiken des ständigen Tragens von BHs hin. Je weniger schon in der Pubertät der BH als notwendig angesehen wird, desto weniger regelmäßig wird man ihn auch als Erwachsener nutzen, schon gar nicht zu Hause. Bedenkt bitte: Nur ca. 12% der an Brustkrebs erkrankten Frauen besitzen eine genetische Disposition, d.h. über 80% hätten Brustkrebs also wahrscheinlich durch eine andere Lebensführung vermeiden können, Nude_people_at_Praia_do_Abricóund selbst erstere Personengruppe vielleicht in einigen Fällen vom Ausbruch der Krankheit verschont bleiben können.  Die obigen Ergebnisse scheinen so einleuchtend, dass sie zur Aufklärung unserer Kinder unbedingt dazu gehören sollten. Und noch wichtiger als Hinweise und Appelle: Lebt in Eurer Familie einen gesunden Lebensstil vor! Je selbstverständlicher Erwachsene ihre krankmachenden Hüllen fallen lassen, desto einfacher werden auch unsere Kinder einen natürlichen Lebensstil übernehmen. 

(Übrigens gelten einige der hier genannten Aspekte auch für den Mann und zwar in Bezug auf die Hoden, dieses Thema wurde bereits genauer in Artikel 2b: Die beste unbekannte Krebsvorsorge? behandelt.)

Daher lasst uns gegenseitig immer wieder ermutigen und daran erinnern: Um Deiner Gesundheit willen: Lebe öfters einmal hüllenlos!

Hanna (Medizinerin) für das
Gesundheit- & Naturismus-Team

Quellen / Ausgewählte Fachstudien zum Thema:

  1. 1991 Harvard study (CC Hsieh, D Trichopoulos (1991). Breast size, handedness and breast cancer risk. European Journal of Cancer and Clinical Oncology 27(2):131-135.). This study found that, „Premenopausal women who do not wear bras had half the risk of breast cancer compared with bra users…“
  2. 1991-93 U.S. Bra and Breast Cancer Study by Singer and Grismaijer, published in Dressed To Kill: The Link Between Breast Cancer and Bras (Avery/Penguin Putnam, 1995; ISCD Press, 2005). Found that bra-free women have about the same incidence of breast cancer as men. 24/7 bra wearing increases incidence over 100 times that of a bra-free woman.
  3. Singer and Grismaijer did a follow-up study in Fiji, published in Get It Off! (ISCD Press, 2000). Found 24 case histories of breast cancer in a culture where half the women are bra-free. The women getting breast cancer were all wearing bras. Given women with the same genetics and diet and living in the same village, the ones getting breast disease were the ones wearing bras for work.
  4. A 2009 Chinese study (Zhang AQ, Xia JH, Wang Q, Li WP, Xu J, Chen ZY, Yang JM (2009). [Risk factors of breast cancer in women in Guangdong and the countermeasures]. In Chinese. Nan Fang Yi Ke Da Xue Xue Bao. 2009 Jul;29(7):1451-3.) found that NOT sleeping in a bra was protective against breast cancer, lowering the risk 60%.
  5. 2011 a study was published, in Spanish, confirming that bras are causing breast disease and cancer:  Patologias mamarias generadas por el uso sostenido y seleccion incorrecta del brassier en pacientes que acuden a la consulta de mastologia – It found that underwired and push-up bras are the most harmful, but any bra that leaves red marks or indentations may cause disease.
  6. Dr. Christiane Northrup, M.D., Univ. of Vermont College of Medicine author of „Women’s Bodies, Women’s Wisdom,“ wrote: „Stop wearing an underwire bra. Too often this kind of bra cuts off circulation of lymph fluid around the breast, chest wall, and surrounding tissue.„; Dr. Jesse Hanley, M.D. (Bras block the lymph glands underneath the breast. Lymph glands play an important role in draining toxins from the breast.); Dr. Dixon JM, McDonald C, Elton RA, Miller WR Edinburgh Breast Unit, Western General Hospital, UK; et al.
  7. Ergänzung zum Thema Mammographie:  Das unabhängige Swiss Medical Board (SMB) – ein Schweizer Fachgremium zur Beurteilung medizinischer Leistungen – hat erst am 15.12.2013 einen umfassenden Bericht („Systematisches Mammographie-Screening“) zum Nutzen systematischer Mammographien veröffentlicht. Das Gremium rät definitiv von Mammographien in Form von Screening-Programmen ab.

Rechtlicher Hinweis: Alle Artikel stellen die persönliche Meinung des Bloggers dar. Obwohl stets versucht wird, die Themen gewissenhaft zu recherchieren, kann die Richtigkeit aller Informationen nicht gewährleistet werden. Die Artikel sollen Alternativen zur eigenen Meinungsbildung aufzeigen, sind aber nicht als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, die hier weder per Blog noch per E-Mail angeboten wird. Es wird keine Haftung für Schäden irgendeiner Art übernommen, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei gesundheitlichen Fragen und Erkrankungen wendet Euch an einen Arzt Eures Vertrauens.

Bildquellen: siehe Impressum

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